Pfotenpost — Magazin für Haustier-Haltung und Tierwohl.
Pfotenpost ist ein monatlich erscheinendes Tier-Magazin in deutscher Sprache. Wir schreiben über Haustier-Haltung als gesellschaftlich verfasste Praxis — über Hund, Katze, Nager, Vogel, Aquaristik — und über das, was Tierhalter:innen wirklich brauchen: präzises Wissen über Ernährung, Tierarzt-Praxis und das deutsche Tierschutzrecht. Kein Pet-Lifestyle-Magazin, kein Affiliate-Schaufenster und keine Welpen-Vermittlungs-Bühne — ein Journal, das jeden Monat erscheint und sich an Leute richtet, die Tierhaltung als verantwortungsvolle Disziplin verstehen.
Der Takt ist monatlich. Acht Ressorts — Hund, Katze, Nager, Vogel, Aquaristik, Ernährung, Tierarzt, Recht — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder gleich stark; manchmal verdichten sich vier Texte um eine Listenhund-Reform-Sitzung in einem Bundesland, manchmal liegt der Schwerpunkt auf einer einzelnen Studien-Lage zu BARF-Salmonellen-Hygiene. Die aktuelle Juni-2026-Ausgabe hat ihren Schwerpunkt im Sommer-Hunde-Hitze-Schutz mit Seitenblicken auf die GOT-2022-Praxis-Auswirkung im dritten Anwendungsjahr und auf eine längere Recherche zur veganen Hundefutter-Studienlage 2026.
Gegründet wurde das Magazin im Sommer 2010, im Umfeld der damals stark wachsenden deutschen Haustier-Community-Szene und der ersten systematischen TierSchG-Reform-Diskussionen. Was als Werkstatt-Notiz zwischen Tierschutzverein-Vorstand und Hauspraxis-Wartezimmer begann, ist seither zu einer fortlaufenden Publikation geworden. Wir verstehen 2010 als Gründungsmoment, nicht als Thema.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen klassischer Tierhaltungs-Tradition und gegenwärtigem Tierschutz-Recht. Ignaz Stroh hat 1837 mit dem ersten deutschsprachigen Tierschutz-Verein in Stuttgart eine institutionelle Tradition begonnen, das Reichstierschutzgesetz von 1933 hat die juristische Linie etabliert (in ihrer politisch belasteten Geschichte), das Tierschutzgesetz von 1972 hat die heutige bundesdeutsche Grundlage gelegt — und heute publizieren Deutscher Tierschutzbund, VIER PFOTEN, Bundesverband Tierschutz, Tierschutzbeauftragte der Länder auf den Schultern dieser Linie Positionen, die ohne sie nicht denkbar wären. Wir behandeln Tierhaltung als das, was sie tatsächlich ist: keine Lifestyle-Anschaffung, sondern ein juristisch und tierärztlich verfasstes Verantwortungs-Feld.
Geschrieben ist Pfotenpost für Hundehalter:innen, die ihre Listenhund-Praxis ernst nehmen, für Katzenhalter:innen, die ihre Innen-vs-Außen-Entscheidung reflektieren, für Klein-Heimtier-Halter:innen, die ihre Gehege-Planung konzeptuell aufbauen, und für Tierschutz-Engagierte, die ihre Vereins-Arbeit informationsbasiert leisten. Wir setzen Vertrautheit mit grundlegenden Tierhaltungs-Begriffen voraus, aber keinen Tierarzt-Doktor; eine Praktikerin in der Tierarzt-Klinik wird hier nichts Neues über STIKO-Vet-Impf-Schemata lernen, eine engagierte Hundehalterin mit drei Jahren Erziehungs-Erfahrung vielleicht schon.
Gastbeiträge
Pfotenpost nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text geschrieben hat — Erziehungs-Bericht, Tierarzt-Praxis-Studie, Rechts-Analyse, Vereins-Portrait — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche und honorieren angenommene Beiträge nach festen Sätzen. Kürze ist kein Nachteil, eine präzise GOT-Position-Referenz sagt mehr als drei Absätze Prosa, und wer Bundesland-Verordnungen beziffert, hat schon gewonnen.
Haustier-Haltung ist für uns kein Lifestyle. Es ist die seltene Disziplin, in der eine 1837 begonnene deutsche Tierschutz-Tradition am Donnerstagabend in der Kleingarten-Volière noch immer am Wassernapf überprüft wird.